Das erste Kapitel des Buchs: „Die Praxis der Befreiung des Bewusstseins“.

Dieses Buch handelt vom Menschsein. Das Leben auf der Erde ist ein kleiner Ausschnitt der menschlichen Realität, und das bekannte Universum Teil einer mehrdimensionalen Struktur des Bewusstseins, deren Existenz nur eine Bedeutung hat – die Erfüllung des Menschseins.

Das ist der Inhalt des vorliegenden Buchs. Ich beschreibe einen Weg der Erfüllung des Menschseins. Der einzige Ort, an dem man sich als Mensch finden kann, ist in uns selbst. 

Auf der Suche nach der Antwort auf die uralte Frage des Menschen: „Wer bin ich?“, erfährt man für einige Zeit nur Antworten auf die Frage: „Wer bin ich nicht?“. Die Antwort schließlich zu finden, ist die Verwirklichung dessen, was der Mensch ist und was niemals verloren gehen kann. 

Die Praxis der Suche ist die Selbsterkenntnis. Sie betrifft die Ordnungen und die in den Ordnungen enthaltenen Eigenschaften des Menschseins. Sich selbst zu erkennen bedeutet, die Gesetze zu erkennen, die das Menschsein definieren. 

Ich habe in diesen beiden Büchern auf ca. 900 Seiten über 1100 Gesetze beschrieben. Jedes Gesetz erfüllt als Teil einer Ordnung und mit der Ordnung als Teil einer Dimension von Raum und Zeit eine klar bestimmte Aufgabe. Ich nenne die Gesetze Eigenschaften, die ich je nach Aufgabe z. B. als verwaltende oder umfassende Eigenschaft beschreibe. 

Auch wenn das Buch sehr umfangreich ist, habe ich mich darauf beschränkt, nur die notwendigen Informationen niederzuschreiben, die man benötigt, um den Weg der Selbsterkenntnis als Mensch gehen und das Ziel erreichen zu können. Voraussetzung ist jedoch, dass man die Verantwortung für sich selbst übernimmt. 

Die Erfüllung des Menschseins ist die Befreiung des Bewusstseins und gleichzeitig die Verwirklichung eines höheren Bewusstseins. Es gibt einen praktischen Weg, dies umzusetzen.

In der Praxis der Selbsterkenntnis erfährt man, dass man sich mit Eigenschaften identifiziert, die an der Oberfläche einen tieferen Zugang verhindern. Erkennt man diese Eigenschaften, öffnen sich plötzlich Tore zu vorher verborgenen Ordnungen. In dieser Weise bahnt man sich einen Weg in das Zentrum des Menschseins. 

Es ist niemals die Aufgabe, etwas geistig zu erschaffen, um einem Ideal zu folgen. Der Weg besteht darin, sich schrittweise von Schichten zu befreien, die einen tieferen Zugang verhindern. Mit jeder sich lösenden Schicht kommt man dem Menschsein näher.

Es braucht am Beginn des Weges einen Überblick über die Dimensionen, Ordnungen und Eigenschaften.

Das 1. Ziel ist die Verwirklichung des Bewusstseins der 9. Dimension. Die Eigenschaften der dort existierenden Ordnungen definieren die Praxis der Selbsterkenntnis. Wer damit beginnen möchte, kann gleichzeitig die vorbereitenden Übungen für die 10. Dimension praktizieren. Ist man den 1. Schritt gegangen, ergeben sich die nächsten Schritte von selbst. 

Ich habe diese Struktur oder Matrix des Bewusstseins in einer alten gnostischen Schrift entdeckt. Heute trägt sie den Namen Pistis Sophia. Versteckt in einer Erlöserreligion findet sich der Zugang zu einem uralten Wissensschatz über das Menschsein, der Jahrtausende verschüttet war. Die Art und Weise, wie die Struktur beschrieben wird, entspricht der Sprache vor ca. 2000 Jahren. Vieles war schon damals verloren gegangen. Die Inhalte der Eigenschaften – damals nannte man sie Mysterien – wurden nicht beschrieben oder waren unbekannt. 

Der Weg des Menschseins ist keine Religion. Der einzige Mensch, der einen befreien oder, wenn man es so ausdrücken möchte, erlösen kann, ist man selbst. Es gibt keine Gottheit, keine Priesterschaft, keinen Tempel und keine Rituale. Es bleibt nur der Mensch selbst, der den Weg geht.

Umgekehrt lassen sich manche Eigenschaften des Menschseins in den Religionen und spirituellen Lehren wiederfinden. Das Problem ist, dass die Menschen diese Eigenschaften idealisieren, anstatt sich von ihnen zu befreien. Für viele Gläubige ist es unvorstellbar, dass der Gott, die Götter oder die geistigen Wesenheiten, die sie verehren und anbeten, letztlich Schöpfungen des Menschen oder Gesetze des Menschseins sind. 

In den Religionen sehe ich eines der größten Hindernisse für die Menschen, ihr Menschsein erfüllen und ihr Bewusstsein befreien zu können. Wenn ich in den Anmerkungen manchmal darauf hinweise, dann deshalb, damit man erkennen kann, um welche Eigenschaften es sich dabei handelt. Wer die Beschreibungen aufmerksam liest und die Eigenschaften in der Praxis der Selbsterkenntnis innerlich erfährt, wird in vielen erkennen können, wie sehr sich die Religionen mit der Dunkelheit identifizieren.

Soweit es mir möglich war, habe ich das Buch in einer zeitgemäßen Sprache verfasst, befreit von religiösen und esoterischen Begriffen. Je unvoreingenommener und losgelöst von jedweden religiösen und esoterischen Vorstellungen man das Geschriebene studiert und mit dem Weg beginnt, desto besser wird man sich selbst erkennen können.