Das Vorwort des Buchs: „Der irreführende Geist“.

Während meiner Forschungen über das Bewusstsein hat die Erkenntnis des menschlichen Geistes mehr als alles andere meine Sicht auf den Menschen und auf die Welt verändert. Betrachtet man die Lebensbereiche, dann steht nahezu immer der Geist mit seinen Eigenschaften, die mehr oder weniger ausgebildet sind, im Zentrum. Persönliche und weltliche Macht, ein hoher IQ und eine große Empfindungsfähigkeit sind entscheidend dafür, welches Leben eine Person führt. 

Mittlerweile ist eine Art Weltreligion entstanden, die man als Religion der Optimierung des Geistes beschreiben kann. Kaum ein Lebensbereich ist davon ausgenommen. In der physischen Welt geht es meist um wirtschaftlichen Erfolg und um weltliche Macht. Im Unterschied dazu streben Gläubige der unterschiedlichen Religionen und esoterischen Lehren die Identifizierung mit dem Geist an, um, wird diese Optimierung auf die Spitze getrieben, die Unsterblichkeit im Geiste zu verwirklichen. So zumindest ist die Idee.

Ein Mensch zu sein bedeutet unendlich viel mehr, als die Weltreligionen und esoterischen und geistigen Lehren den Menschen erzählen. 

In der festen Überzeugung, einer Einweihungslehre zu folgen, trainieren Leute über viele Jahre die Konzentrationsfähigkeit des Geistes und unterziehen sich den unterschiedlichsten Einweihungen. Die Katastrophe ist, dass sie sich dadurch nicht befreien, sondern sich schrittweise in ein selbst erschaffenes geistiges Gefängnis einsperren.

Nichts hat ein tieferes Wissen um das Menschsein so sehr verhindert wie die Irreführung des Geistes. Sie ist die hauptsächliche Ursache der Dunkelheit und des Leids, welche auf der Erde seit Jahrtausenden zur Normalität geworden sind. Es ist die Verleugnung des Menschseins und allein die Konsequenzen für das Leben nach dem Tod des physischen Körpers sind unvorstellbar.

Meine Entdeckung der Irreführung des Geistes auf der Erde war kein einmaliges oder plötzliches Ereignis. Es war die Erkenntnis jahrelanger Forschungen und Meditationen. Sie übersteigt alles, was ich mir vorstellen konnte.